Pläne und ein "Knack"...

Da sitzen wir nun und wissen noch nicht genau, wohin wir als nächstes steuern. Während der Wartezeit wegen der "Perlenverzögerung" in Imst hat uns eine Nachricht von Armins Verwandschaft aus Deutschland erreicht. Der Süden (wir hatten Sardinien ins Auge gefasst, und später mit der Fähre rüber nach Spanien) muss jetzt noch ein Weilchen auf uns warten. Wir haben erst mal wieder nach Norden abgedreht und machen ein paar Tage Halt in Kaufbeuren.

Kaufbeuren

Hier gibt es einen, für uns recht angenehmen Stellplatz. Noch kurz etwas einkaufen, einen älteren Herrn, der mit dem Fahrrad gestürzt ist, nach Hause fahren, wieder zurück Sabine holen, da wir ja nur zwei Plätze haben, hat sie solange auf dem Supermarktparkplatz gewartet, Richtung Stellplatz abbiegen, „KNACK“! Ohoh, das klingt nach kaputt! Beim Fahren merke ich nichts, halte aber bei der nächsten Gelegenheit an und schau nach. Am linken vorderen Bremsklotz hängt lediglich ein Spiralkabel runter, also erst mal bis zum Stellplatz weiter. Im Internet finde ich das Teil: Bremsverschleißanzeige, ok also nicht so wichtig ;-).

Wir haben Glück denn die Parkbucht im Eck am hinteren Ende wird frei. Der beste Platz am Platz, man hört zwar die Straße aber ansonsten sitzen wir im Grünen. Apropos sitzen: die Sonne scheint vom blauen Himmel, also schnell die Stühle raus...

Atelier Mobil aktiv

Da das Wetter so schön ist und unser Eck einen Hauch von Gartenterrasse hat haben wir beschlossen übers Wochenende hier zu bleiben und unsere Werkstatt aufzubauen. Während Sabine rumhängt (na na - natürlich nicht sie selbst sondern ihre neuen Mobile - hat sich gleich auf die schönen neuen Perlen gestürzt) übe ich mich im Drahtverbiegen.

Freitag

Irgendwie lässt mir das runterhängende Kabel keine Ruhe und so rufe ich beim hiesigen MB Autohaus an um mal nachzufragen, ob man damit fahren kann oder nicht. Der überaus freundliche Herr meint, dass es durchaus nach dem Bremsverschleißanzeiger klingt und dass ich damit ruhig fahren könne. Aber er würde sich das trotzdem gerne genauer anschauen, ok wann? Oh äh jetzt gleich?! (Damit haben wir jetzt nicht gerechnet, es ist Freitag und bereits halb fünf und die Villa ist gelinde gesagt gerade nicht im fahrbereiten Zustand...).

Ein klein wenig Hektik bricht aus, wir räumen alles notdürftig zusammen und den Rest auf die „Terrasse“. Ich bin immer wieder überrascht wie schnell wir, selbst bei voll ausgeräumtem Arbeitsmaterial, die Villa fahrbereit bekommen. Ich fahre, Sabine bleibt am Platz.

Endergebnis: Der nette Herr von MB hat dann doch noch die wahre Ursache für das laute Knackgeräusch gefunden. Die Schelle, welche den vorderen Stabilisator hält (ist da damit das Wohnmobil nicht so schaukelt) ist gebrochen. Nicht weiter schlimm, auch damit kann man noch fahren. Schaukelt nur etwas mehr.

 

Samstag

Nachdem wir hin und her und wieder zurück überlegt haben, sind wir zu dem Schluss gekommen, dass es ja völlig blunzen (egal) ist, wo wir die Schelle reparieren lassen, vor allem weil inzwischen klar ist, dass wir nächstes Wochenende eine Verabredung im Westerwald haben. Und da MB hier in Kaufbeuren auch am Samstag offen hat, rufe ich den netten Herrn nochmal an um ihn zu fragen, ob und wann er die Reparatur machen kann. Am Ende haben wir einen Termin für Montag 15.00 Uhr. Ganz schön fix die Allgäuer!

Bestens, dann können wir bis dahin ja weiter basteln, äh arbeiten natürlich ;-)

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