Vier Tage "out of space"!

Angekommen, doch noch nicht ganz da.

Die erste Frage die sich stellt, wenn wir irgendwo angekommen, ist: Wohin?

So auch hier! Großer Platz, viele Möglichkeiten und freie Wahl! Da wir die ungeschriebenen und unsichtbaren Regeln dieses Marktes nicht kennen, stellen wir uns erst einmal an den Rand. Da kommt aber gleich ein Insider und macht uns darauf aufmerksam, dass der von uns auserkorene Platz recht nah an dem Ort ist, an dem später ein großer Stromgenerator steht, der wohl einigen Lärm machen wird. Vielen Dank für den Hinweis. 

Also nehmen wir den ganzen Platz nochmal in Augenschein und prüfen die verschiedenen Möglichkeiten. Am Ende platzieren wir uns entgegen unserer Gewohnheit einfach mitten ins Zentrum.

Später, viel später, zu spät sollten wir am eigenen Ohr erfahren, dass es sich auch lohnt, auf den Musikgeschmack und die Boxengröße der direkten Nachbarn zu achten! Moderne Hippies geben sich nicht mehr nur mit Gitarre und Trommeln zufrieden ;-)!

Nach und nach füllt sich der Platz und wir machen die ersten Bekanntschaften. Das Universum ist anscheinend der Ansicht, dass wir uns etwas wohler fühlen, wenn es uns ein paar Bezüge zur „Heimat“ zur Seite stellt und somit steht nun rechts neben uns ein ehemaliges Feuerwehrfahrzeug aus dem österreichischen Maishofen (mit deutschem Besitzer und niederländischem Kennzeichen) und links neben uns haben wir zwei auf Anhieb sympatische Jungs, von denen der eine ursprünglich aus Linz kommt.

 

Nachdem wir den Donnerstag damit verbracht haben, uns zu akklimatisieren und ein wenig zu organisieren, schauen wir uns heute mal an, was wir so anbieten können und erweitern noch ein wenig unsere Produktpalette. Immerhin soll hier am Sonntag ja ein Markt stattfinden.

Inzwischen ist es Samstag Nachmittag und rundherum wird bereits fleißig an den Marktständen gearbeitet. Auch wir fangen an, den unseren aufzubauen. Ups, da fehlt noch ein Tisch! Kein Problem, in der Umgebung findet sich genügend Bambus, Werkzeug und einen Strick haben wir sowieso immer dabei.

 

Selbst Sonntag Vormittag sind noch Leute angereist und am Sportplatz nebenan haben sich ein paar weitere „normale FlohmarktfahrerInnen“ postiert. Auf dem übrigen Platz werden neben Gebrauchtwaren auch selbst gefertigter Schmuck, kreatives Handwerk und Kunst angeboten. Natürlich auch Produkte aus der eigenen Permakultur, selbst gebackenes Brot und einiges mehr.

Inzwischen ist der gesamte Platz gut gefüllt und auch die ersten Besucher tauchen auf. Überall geschäftiges Treiben, herrliches Wetter, Musik und Düfte von den Verpflegungsständen und Räucherstäbchen runden da Bild ab.

Die Atmosphäre ist entspannt und das Ganze hat schon fast ein wenig Festivalcharakter.

 

Und die Geschäfte? Na ja... die bleiben für die meisten hier wohl überschaubar, ausgenommen vielleicht für diejenigen, die Essbares und "cold beer" anbieten. Im Sommer ist laut Aussage von Insidern hier sowieso weniger los, da bleiben die Touristen lieber am Strand. Aber viele der Markt-Teilnehmer kommen auch hierher, um einmal im Monat Freunde und Gleichgesinnte zu treffen, gemeinsam Zeit zu verbringen und Spaß zu haben! Und wir haben es auch nicht bereut! 

Der Montag danach. Trotz Trommeln bis tief in die Nacht sind bereits morgens schon einige im Aufbruch, langsam löst sich diese Gemeinschaft wieder auf...

Es war schön, wir sind dankbar für dieses Erlebnis und diese Erfahrung.

 

Und nun?

Auf nach Norden, denn in knapp zwei Wochen wartet die nächste bunte Truppe auf uns! FEDEKI wir kommen!

La vida es chula! Life is cool! A vida é legal! (manchmal auch ein bisschen illegal...) Egal ;-)!

La vita è bella!

Das Leben ist schön!

Das Leben ist ein Kaleidoskop. Man muss es nur in die Hand nehmen, hinein schauen und drehen, drehen, drehen...

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