Stellplatz-Leben

Auf so einem Stellplatz geht es recht beschaulich zu. Das Wichtigste: die Ver- und Entsorgung. Manche holen sich täglich ein paar Kanister Wasser, manche alle paar Tage etwas mehr, mit zum Teil recht erfinderischen Hilfsmitteln (Sackkarre mit großem Kanister inkl. Schlauchanschluss, Rolltonne, Kanister-Konstruktion auf dem Fahrrad...), der Nachteil von diesem Stellplatz ist nämlich, dass man unter Umständen schon ziemlich weit weg von Wasserhahn steht (ich steh natürlich in der Nähe - muss ja schließlich alles alleine machen!). Es gibt auch welche, die das mit dem zusätzlich mitgebrachten PKW erledigen!! Das gleiche gilt natürlich für das Abwasser. Das will auch hingebracht werden, und die Toilette. Ansonsten gibt es nicht viel zu tun. Den Hund ausführen. Ein Strandspaziergang. Eine Partie "Boule"...

Nicht wenige stehen hier schon seit dem Herbst, der Großteil natürlich Pensionistenpaare. Man kennt sich also. Ein bisschen wie in einem kleinen Dorf. Da fällt man schon auf als "junge Fünfzigerin", noch dazu als eine, die allein unterwegs ist. Und mit österreichischem Kennzeichen - hier echt selten zu sehen! Und blau! Da schaut man halt genauer hin. Ein anerkennender Blick, weil ich gleich beim ersten Versuch in die Parallel-Parklücke komme. Ein freundliches Bonjour Madame. Was macht die wohl hier... und so ganz alleine? Und warum hat sie schon zwei Mal den Platz gewechselt?? Na ja, man fragt sich halt... wie das eben so ist in einem kleinen Dorf. Man hat alles im Auge. Und manche fragen dann auch mal direkt nach, und die wissen jetzt Bescheid ;-). 

Für mich ist dieser Platz im Moment einfach praktisch, weil ich alles in der Nähe habe, was ich brauche: die V/E nebenan, einen kleinen Supermarkt, Cafés, sogar einen Waschsalon... und vor allem einen wunderbaren Strand! Das heißt, ich muss die Villa nicht ständig bewegen - das ist vorteilhaft, wenn das "Atelier Mobil" in Betrieb ist - vollgestellt und behängt, das wäre bei Rütteln und Schütteln in Bewegung fatal!!

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